Muskelschlingen und deren Bedeutung für das Training

René Gräber

Arbeitsweise der Körpermuskulatur

Wenn der Körper arbeitet, ist dies stets das Resultat der Arbeit mehrerer Muskeln. Dabei wirkt immer das gleiche Grundkonzept. Der Hauptbewegungsmuskel, der Agonist, führt die eigentliche Bewegung aus. Dieser Muskel hat einen Gegenspieler, den Antagonisten, der die gegensätzliche Bewegung iniitieren kann.

Der Antagonist hat jedoch noch eine zweite Wirkung, er bremst und dosiert die Arbeit des Agonisten. Die Arbeit der Muskulatur ist außerdem den biomechanischen Prinzipien sowie der Schwerkraft ausgesetzt. Ein Muskel muss dieser also ständig entgegenwirken. Die Zusammenarbeit der vielen Muskeln im Körper werden durch Muskelschlingen ausgeführt.

Muskelschlingen sind eine Funktionseinheit von verschiedenen Muskelgruppen

Funktionell anatomische Analysen zeigen, dass selbst bei einfachen Bewegungsabläufen immer Kombinationen von Muskelgruppen beteiligt sind. Die Muskelgruppen, die sich bei solchen Kombinationen zusammenschließen, werden Muskelschlingen genannt.

Sie stellen die Verbindung zwischen den Muskeln, die die Hauptarbeit leisten, dar. Früher nahm man noch an, dass immer jeder Muskel eine bestimmte Aufgaben verrichtet.

Es ist vielmehr so, dass die Hauptfunktion von mehreren Faktoren bestimmt wird: Von der jeweiligen Muskelgruppenverbindung, den eingelagerten Knochen und Gelenken sowie die äußeren Widerstände. Muskelschlingen lassen sich also als Funktionseinheiten definieren, die streckend, beugend oder fixierend auf ein oder mehrere Gelenke einwirken.

Verschiedene Muskelschlingen

Die Muskeleinheiten, die bei einer Bewegung zusammen wirken, werden nach ihrer Funktionsweise unterschieden. Es gibt Muskelschlingen, die bei statischen Bewegungsabläufen eigesetzt werden, Schlingen, die bei Streck- und bei Beugebewegungen eingesetzt werden sowie Muskeleinheiten, die rotatorische Bewegungen auslösen.

Es gibt mehrere bekannte Beispiele, bei denen immer wieder die gleichen Muskelschlingen eingesetzt werden. Springt eine Person zum Beispiel aus einem gebeugten Bein heraus ab, wird eine Streckschlinge eingesetzt. Diese besteht aus dem großen Gesäßmuskel, dem vierköpfigen Schenkelstrecker, dem Zwilingswadenmuskel und dem Schollenmuskel.

Gesunde Trainingssteuerung

Durch die Kenntnis der Bewegungsabläufe und dem Zusammenspiel der Muskeln im Körper können Verletzungen vermieden werden. Beim Training muss immer darauf geachtet werden, dass Antagonisten und Agonisten gleichmäßig belastet werden.

Gerade bei Sprintsportarten ist die hohe Verletzungsrate bei durch ein Ungleichgewicht im Training der Oberschenkelstrecker und des Oberschenkelbeugers zu erklären. Die Bewegung wird umso koordinierter und gesundheitsfreundlicher, je sinnvoller die Muskelschlingen eingesetzt und je gleichmäßiger sie belastet werden.

  Folgen Sie mir auf...

Folgen Sie mir auf Facebook 

Folgen Sie mir auch Google+ 

Fordern Sie Ihren kostenlosen Newsletter an! 

Folgen Sie mir auf Xing 

Folgen Sie mir auf Twitter

  Bücher & Reporte

 Kreatin für Sportler und Patienten