Ausdauertraining
Ausdauertraining - Die verschiedenen Varianten und Möglichkeiten
Was ist Ausdauer?
Ausdauer als komplexe motorisch-konditionelle Fähigkeit bezeichnet die Möglichkeit einer sportlichen Belastung
möglichst lange widerstehen zu können und sich nach sportlichen Belastungen möglichst schnell wieder zu erholen.
Die Ausdauer ist also die Ermüdungswiderstandsfähigkeit plus die schnelle Erholungsfähigkeit.
Ausdauer ist die unerlässliche Voraussetzung für die meisten Sportarten und notwendig, um vor allem in
Ausdauersportarten wie Schwimmen oder Radfahren die optimale Belastungsintensität aufrechtzuerhalten.
Das bedeutet, immer genauso viel Kraft und Sauerstoff für die Bewegung zu haben, um die optimale Technik fahren
oder schwimmen zu können. Grundsätzlich unterscheiden wir dabei zwischen:
Man braucht Ausdauer allerdings auch, um besonders vielfältige Belastungen besser verarbeiten zu können oder in
bewegungstechnisch anspruchsvollen Sportarten, wie zum Beispiel beim Turnen die Bewegungsabläufe zu
stabilisieren.
Genaueres dazu auch im Fachartikel: Trainingssteuerung über die anaerobe und die aerobe
Schwelle
Wie kann Ausdauer optimal trainiert werden?
Es gibt unterschiedlich angewendete Methoden um die Ausdauer zu trainieren.
Die Dauermethode
Die bekannteste ist die Dauermethode, bei eine länger andauernde Belastung ohne Unterbrechung durchgeführt wird.
Diese Methode kann entweder mit konstanter oder mit wechselnder Intensität durchgeführt werden.
Hier treten vorrangig die Ökonomisierung der Herz-Kreislaufarbeit, die Verbesserung der peripheren Durchblutung
und die Verbesserung des Fettstoffwechsels auf.
Die Dauermethode wird im Gesundheitstraining mit einer optimalen Dauer von 45 Minuten, im
Fettstoffwechseltraining und in der Regenerationsbeschleunigung eingesetzt.
Die Intervallmethode
Die Intervallmethode definiert sich durch einen Wechsel zwischen relativ kurzen Phasen der Be- und Entlastung.
Dabei erholt sich der Körper in der so genannten „lohnenden Pause“ nicht völlig.
Dabei variieren die Intervallmethoden je nach Trainingsziel zwischen zehn Sekunden bis hin zu drei Minuten
Belastungsdauer mit bis zu fünfzehn Durchgängen.
Je nach Intensität und Länge der Belastung wird unterschiedlich viel Sauerstoff benötigt und damit auch genau
die Art der Sauerstoffbelastung trainiert.
Allen Intervallmethoden ist gemein, dass sie das Herz-Kreislaufsystem ganz besonders stärken. Je nachdem mit wie
viel Sauerstoffschuld gearbeitet wird, wird auch die Laktatelimination verbessert.
Zusammengefasst gesagt hat der Körper im Moment der Sauerstoffschuld zunächst weniger Sauerstoff zur Verfügung,
als er in dem Moment benötigt und produziert deshalb eine Schuld an Sauerstoff, die erst später zur Verfügung
gestellt wird.
Die Wiederholungsmethode
In der Wiederholungsmethode wendet man intensive Belastungen an, denen sich vollständige Pausen anschließen.
Damit wird vor allem die Mittelzeitausdauer trainiert.
Die Wettkampfmethode ist durch eine einmalige Belastung gekennzeichnet, bei der die maximale Leistung des
Trainierenden abgefordert wird.
Als Effekt tritt eine hohe zentralnervale Aktivierung und eine hohe Auslastung aller Regelsystem auf. Der Körper
wird an die wettkampfspezifische Komplexbelastung gewöhnt.
Crosstraining als Ausdauermethode
Als neueste Methode etabliert sich zu den vier Grundmethoden das Crosstraining, dass auf dem Trainingsprinzip
der möglichst vielseitigen Trainingsbelastung basiert.
Dabei wenden spezialisierte Sportler andere wechselnde Trainingsmittel an, um neue Trainingsreize zu setzen. In
der Hauptsportart ist es für Hochleistungssportler oft nicht mehr möglich einen weiteren Trainingsreiz zu
setzen.
Dabei darf Crosstraining nicht als Ergänzungsmethode angesehen werden, da mit Sorgfalt die Belastungsart und die
Intensität der Bewegung ausgewählt werden muss, um negative Wechselwirkungen zu vermeiden.
So ist zum Beispiel Radfahren und Mountainbiking nur geeignet für Läufer, Inlineskater, Skilangläufer und
Schwimmer, während Schwimmen sich für alle anderen Sportarten als Crosstraining eignet und keine negativen
Auswirkungen auf die Leistungen der Hauptsportart zeigt.
Sorgsam angewendet kann Crosstraining die Leistung vorrangig in der Grundlagenausdauer der Hauptsportart
verbessern, muskuläre Dysbalancen ausgleichen und Abwechslung in das häufig monotone Leistungstraining bringen.
Im Fitnessbereich eignet sich die Crosstrainingsmethode ebenfalls und könnte z.B. so aussehen:
- 10min CrossTrainer
- 10min Fahrrad
- 10min Stepper
Die Variation sorgt nicht nur für den gewünschten Trainingseffekt, sondern beugt auch der "Langeweile" vor, die
manche Trainierenden empfinden.
Die richtige Trainingsintensität für jede Methode
Um die richtige Trainingsintensität zu ermitteln
bieten sich zum einen subjektive Belstungskriterien an, als auch objektive, wie wie zum Beispiel der Trainingspuls.
Mehr dazu zeige ich Ihnen im folgenden Video:
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