Anleitung zur Wim Hof Atmung
Die Wim Hof Atmung ist sehr gut — so viel darf ich gleich vorneweg sagen. Es ist eine bewusst intensive Technik, die den Körper kurzfristig in einen Stressmodus bringt und danach oft in eine tiefe Entspannung kippt. Viele spüren danach Wärme, Klarheit im Kopf, weniger Druck im System. Manche auch Schwindel. Das gehört dazu – bis zu einem gewissen Punkt.
Wenn dir bei dieser Atmung komisch“ wird: einfach stoppen für dieses Mal.
Sicherheitshinweis / Vorsicht
Mach das nie im Wasser, nie beim Autofahren, nie irgendwo, wo du umkippen oder dich verletzen könntest.
Am besten: auf dem Rücken liegen oder stabil sitzen.
So geht die Wim Hof Atmung
1) Position
Leg dich hin oder setz dich stabil hin.
Locker. Keine Spannung in Schultern oder Bauch.
2) 30 bis 40 Atemzüge
Du atmest kräftig ein – und lässt die Luft wieder raus.
Nicht gepresst, nicht verkrampft. Eher wie eine „Welle“.
- Einatmen: aktiv, tief (Brust und Bauch)
- Ausatmen: passiv, nur loslassen (nicht komplett auspressen)
Nach ein paar Atemzügen merkst du oft:
Kribbeln, leichte Benommenheit, Wärme, manchmal leichte Hände oder Lippen. Das ist normal.
3) Ausatmen und Luft anhalten
Nach dem letzten Atemzug: ausatmen (normal, nicht pressen)
Dann: Atem anhalten, solange es entspannt geht.
Das ist keine Mutprobe. Du hältst nicht „bis zum Blackout“.
Du hältst, bis dein Körper klar signalisiert: jetzt reicht’s.
4) Recovery Breath (die „Rückhol-Atmung“)
Wenn der Atemimpuls kommt:
- einmal tief einatmen
- 10 bis 15 Sekunden halten
- dann ausatmen und locker werden
Das ist der Punkt, wo viele merken: jetzt schaltet etwas um.
5) Nächste Runde
Dann startest du wieder mit 30 bis 40 Atemzügen.
Üblich sind 3 Runden.
Für Einsteiger reichen oft 2 Runden völlig.
Wie oft?
Wenn du das testen willst:
- 1x täglich morgens oder mittags
- 2 bis 3 Wochen konsequent
- danach schauen, ob es dir wirklich etwas bringt
Ich bin da pragmatisch: Wenn jemand nach 14 Tagen nichts merkt – dann ist es vielleicht nicht sein Werkzeug.
Was viele falsch machen
- Zu hektisch atmen (wie Hyperventilation auf Speed)
- Ausatmen „rauspressen“ wie beim Krafttraining
- Atem anhalten als Wettbewerb
- Sitzen in schlechter Haltung und dann wundern, warum der Nacken dicht macht
Wann ich es nicht machen würde
Nicht bei allem muss man „mutig“ sein. Manche Dinge sind einfach unnötig riskant.
Ich wäre vorsichtig bei:
- Epilepsie oder Krampfneigung
- Panikattacken (kann triggern)
- schweren Herzrhythmusstörungen
- sehr niedrigem Blutdruck mit Neigung zu Wegsacken
- Schwangerschaft
Mein Fazit
Die Wim Hof Atmung ist ein starker Reiz. Richtig eingesetzt: kann sie den Kopf frei machen und den Körper „resetten“. Falsch eingesetzt: macht sie dich nur schwindelig und nervös. Kurz gesagt: Das ist kein Zuckerschnelltest für Gesundheit. Aber ein Werkzeug, das bei manchen erstaunlich gut funktioniert.
Übrigens: Wenn Sie solche Informationen interessieren, dann fordern Sie unbedingt meinen Praxis-Newsletter mit den „5 Wundermitteln“ an:
Kleine Anmerkung: Die Sache mit den „5 Wundermitteln“ ist mit Abstand der beliebteste Newsletter, den meine Patienten gerne lesen…
Rene Gräber:
Ihre Hilfe für die Naturheilkunde und eine menschliche Medizin! Dieser Blog ist vollkommen unabhängig, überparteilich und kostenfrei (keine Paywall). Ich (René Gräber) investiere allerdings viel Zeit, Geld und Arbeit, um ihnen Beiträge jenseits des "Medizin-Mainstreams" anbieten zu können. Ich freue mich daher über jede Unterstützung! Helfen Sie bitte mit! Setzen Sie zum Beispiel einen Link zu diesem Beitrag oder unterstützen Sie diese Arbeit mit Geld. Für mehr Informationen klicken Sie bitte HIER.


Rene Gräber:

Hinterlasse einen Kommentar
An der Diskussion beteiligen?Hinterlasse uns deinen Kommentar!