Forscher der Kingston Universität in London fanden unlängst heraus, dass grüner und weißer Tee in der Lage sind, überhöhte Konzentrationen an Testosteron bei Athleten zu kaschieren.

Es hatte sich gezeigt, dass beide Teesorten in der Lage sind, ein illegales Doping mit hohen Dosen an Testosteron zu maskieren. Das Team um Prof. Declan Naughton von der „School of Life Science“ der Universität fand heraus, dass die Einnahme der Tees das Potential zeigte, die Menge an Testosteron im Urintest zu senken. Dies hätte natürlich signifikante Auswirkungen auf die großen Sportereignisse, wie die olympischen Spiele in diesem Jahr.

Das Forscherteam berichtet, dass sie sich die letzten vier Jahre mit diesem Phänomen beschäftigt hatten. Und wie es aussieht, sind ihre Beobachtungen die ersten bei denen Nahrungsmittel, Ernährung und Diät eine Veränderung des Metabolismus von Testosteron bewirken konnten. Sie untersuchten dabei eine Reihe von bestimmten Enzymen und deren Reaktion auf verschiedene Nahrungsmittel, um festzustellen, ob dies die Verweildauer von bestimmten Substanzen (wie zum Beispiel Krebsmedikamente) im Organismus verändert.

Eines der Enzyme ist für die Ausscheidung von Testosteron über den Urin verantwortlich. Catechine, die im weißen und grünen Tee, nicht aber im schwarzen Tee vorkommen, sind in der Lage, dieses Enzym zu blockieren, so dass es zu einer eingeschränkten Testosteronausscheidung durch den Urin kommt. Folglich bleiben die Dopingtests auf Testosteron negativ, obwohl sich hohe Konzentrationen an Testosteron im Organismus der Athleten befinden. Voraussetzung ist der Genuss von ausreichend hohen Mengen an Tee seitens der Athleten.

Die Catechine „überlisten“ die Nieren, indem sie die Enzyme davon abhalten, die für die Ausscheidung vorgesehenen Moleküle zu markieren, so dass die Nieren diese Moleküle nicht mehr erkennen und ausscheiden, sondern sie weiterhin im Organismus kreisen lassen. Die Forscher konnten in ihrer Arbeit zeigen, dass die Catechine der beiden Teesorten in der Lage waren, das Enzym bis zu 30 Prozent in seiner Aktivität zu hemmen. Die Menge an Catechinen in einer Tasse mit konzentriertem grünen Tee entspricht der Menge an Catechinen, die die Wissenschaftler für ihre Untersuchungen benutzten.

Aber noch kommen diese Ergebnisse vom Labortisch, nicht aus Studien mit menschlichen Probanden. Denn wenn dieser Effekt sich auch im menschlichen Körper reproduzieren lässt, dann wird eine vollkommen andere Vorgehensweise bei den Dopingtests notwendig werden. Ein einfacher Urintest wäre dann vollkommen sinnlos. Die World Anti-Doping Agency (WADA) fängt an, darüber nachzudenken, auch Blutuntersuchungen zur Regel werden zu lassen, um diese möglichen Schlupflöcher zu stopfen.

Prof. Naughton jedoch denkt, dass Blutuntersuchungen nicht ausreichend sind. Nach seiner Meinung haben seine Untersuchungen zeigen können, dass die Untersuchung von Haaren die einzig genaue Bestimmungsmethode ist. Denn die Substanzen bleiben in den Haaren deutlich länger als in anderem Gewebe, also auch im Blut. Und was noch wichtiger ist: Die Verweildauer hier ist vollkommen unabhängig von enzymatischen Prozessen, wie sie im Blut und Gewebe stattfinden. In diesem Bereich wären die Catechine der Tees ohne Bedeutung für die Interpretation der Befunde.

So wie es aussieht, ist für die Athleten, die sich nicht dopen, ein erhöhter Testosteronspiegel aufgrund des Genusses der Tees eine legale Form der Leistungsverstärkung. Der Athlet bekommt eine Prise extra Testosteron ohne selber welches aktiv einzunehmen. Somit käme es zu einem „Boosting“ nur aufgrund der eingeschränkten Ausscheidung von Testosteron. Aber, so gibt Prof. Naughton zu bedenken, ist auch denkbar, dass der Organismus Kompensationsmechanismen für bzw. gegen die eingeschränkte Testosteronausscheidung in Gang setzt, die diesen Effekt wieder zunichte macht. Bislang ist aber darüber noch nichts bekannt, da es noch nicht zu klinischen Studien gekommen ist. Das wäre der nächste notwendige Schritt in der Erforschung dieses Phänomens.

(Link zur Studie)

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Ob Kohlenhydrate nach dem Training nun gut sind oder nicht, fragen sich Sportwissenschaftler immer wieder. Nach neueren Erkenntnissen hat eine Studie des National Research Council Canada von 2008 ergeben, dass Kohlenhydrate den Fettabbau leider eher verlangsamen. Innerhalb dieser Studie wurden 10 übergewichtige Männer und Frauen nach einer gewissen sportlichen Belastung (Fahrrad fahren auf einem Ergometer) untersucht:

Nach dem Training wurde einem Teil der Gruppe die verlorene Energiemenge plus eine Kohlenhydratbeimischung gegeben. Bei dem anderen Teil wurden auf die Kohlenhydrate verzichtet. Das Ergebnis: Der Fettstoffwechsel der Gruppe ohne die Kohlenhydrate arbeitete schneller und effizienter als der Stoffwechsel der anderen Gruppe.

Statt nach dem Training Kohlenhydrate zu sich zu nehmen, sollte also eher auf Eiweiße zurückgegriffen werden, die die Muskeln aufbauen, aber nicht so sehr an der Bildung von Fettzellen arbeiten.

Soll jedoch die Leistungsfähigkeit und vor allem die schnelle Regeneration gefördert werden, werden Kohlenhydrate empfohlen. Besonders, wenn die Muskelmasse schnell durch tägliches, intensives Training aufgebaut werden soll, sorgen schnelle Kohlenhydrate nach dem Training für schnelle Regeneration.

Genau so sieht es auch bei Wettkämpfen aus: Sportler nehmen schnelle Kohlenhydrate zu sich, um schnellstmöglich wieder top leistungsfähig zu sein. Mit einem Abbau des Körperfetts hat diese Methode jedoch rein gar nichts zu tun.

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In den USA ist bekanntlich alles vieles „größer“. Das trifft insbesondere auch auf den Bauchumfang und das Körpergewicht vieler Amerikaner zu. Übergewicht als Grundlage für Bluthochdruck und Diabetes sind das zentrale Gesundheitsproblem in den Staaten. Und es ist ebenso offensichtlich, dass die therapeutischen Bemühungen in den letzten 30 bis 40 Jahren so ziemlich fruchtlos geblieben sind: Übergewicht, Hochdruck, Diabetes mit steil steigender Tendenz. Ein Grund dafür mag darin liegen, dass die meisten, wenn nicht alle Abnehm-Programme ebenso fruchtlos sind.

Dies ließ ein paar Wissenschaftler der University of Missouri auf eine originelle Studienidee kommen: Sie verglichen in ihrer Studie anstatt neuer gewinnträchtiger Abnehm-Medikamente einfach mal zwei bekannte „Abspeck-Maßnahmen“ und deren Effizienz. Hierzu wurden 43 übergewichtige Frauen für einen Zeitraum von 12 Wochen in zwei Gruppen aufgeteilt.

Die erste Gruppe musste intensiv in einem Fitness-Center trainieren, die zweite Gruppe beteiligte sich an Ernährungskursen der Weight Watcher unter strenger Beachtung von kalorienarmen Essen.

Resultat: Unentschieden, denn keine der beiden Maßnahmen konnte mit eindeutigen Vorzügen glänzen. Vor- und Nachteile hielten sich bei beiden die Waage. Für die Wissenschaftler bedeutete dies, eine Kombination der Vorzüge beider Maßnahmen zu propagieren.

Wer kann welche Vorzüge anpreisen?

Neben der einfachen Gewichtsmessung führten die Wissenschaftler noch eine computertomographische Fett- und Muskelmassenbestimmung durch. Diese Untersuchung gab mehr Aufschluss über das, was in den unterschiedlichen Maßnahmen physiologisch abgelaufen ist:

Bei den Weight Watchers verloren die Teilnehmer durchschnittlich 4,5 kg an Gewicht, was aber auf einer Reduktion von Muskelmasse und weniger von Fettmasse beruhte. Die Fettpolster im Bauchbereich blieben praktisch unberührt. Und diese gelten inzwischen als die eigentlichen Übeltäter für spätere Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Als positives Element im Weight Watcher Programm muss man die Motivation durch die Gruppendynamik hervorheben. Die Kooperation und Compliance war deutlich besser als in der Fitness-Gruppe.
Die Fitness-Frauen dagegen hatten nach dreimonatigem Training praktisch keinen Gewichtsverlust zu verzeichnen. Diese „Stagnation“ war aber nur vordergründig, denn die Computertomographie enthüllte, dass hier Fett in Muskelmasse umgewandelt worden war. Dies traf auch für den Bauchbereich zu, die Fettverbrennung wurde also angekurbelt. Hier ist also eine Veränderung eingetreten, die gesundheitsphysiologisch als besonders positiv einzuordnen ist.

Leider war, wie oben schon angerissen, die Compliance deutlich schlechter als in der Weight Watcher Gruppe. Man weiß allerdings aus früheren Studien schon, dass Fitnesstraining leider oft nach nur 6 Wochen an den Nagel gehängt wird.

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Was schon lange Zeit vermutet wurde, ist nun wissenschaftlich bestätigt worden: Wer schneller ist, nimmt auch schneller zu – und lebt dadurch ungesünder. Denn „Schnellessen“ fördert die Fettleibigkeit.

Der Grund hierfür liegt im Darm begründet.

Wenn ein Mensch isst, produziert dieser nämlich dort Hormone, die dem Essenden im Gehirn schließlich vermitteln, dass er genug gegessen hat.

Je schneller man aber isst, desto weniger Hormone werden ausgeschüttet – und desto mehr isst man dann, um das Sattseingefühl zu bekommen. Alexander Kokkinos, der im Laiko General Hospital in Athen arbeitet, bestätigte, dass bereits vielfach Beobachtungsstudien das Phänomen des Schnellessens, das zu Überkonsum und Fettleibigkeit führe, aufgezeigt hätten.

Jetzt wurde jedoch anhand einer Studie, die genau den Zusammenhang von ausgeschütteten Hormonen im Darm im Verhältnis zur Essgeschwindigkeit untersuchte, diese wissenschaftliche Erkenntnis gewonnen: An 17 gesunden Männern führte Kokkinos einen Esstest mit Eiscreme durch.

Jeweils 300 Milliliter an Eiscreme sollten die Männern während zwei verschiedener Studieneinheiten mit unterschiedlicher Geschwindigkeit essen. Das eine Mal in 5 Minuten, das andere Mal in 30 Minuten.

Nachdem den Probanden Blut entnommen wurde – vor der Einnahme der Eiscreme, 30 Minuten danach, als auch am Ende der Studieneinheit nach 210 Minuten – wobei hierbei die Konzentration u.a. von Darmhormonen im Blut untersucht wurden, wurde Folgendes festgestellt: Während die Probanden 30 Minuten für die Eiscreme brauchten, wiesen sie nicht nur einen höheren Anteil von Darmhormonen auf, sondern sie hatten auch ein größeres Sättigungsgefühl.

In der heutigen Gesellschaft, in der oft viel zu schnell gegessen wird, offenbart die Studie somit einen wichtigen Grund für die Übergewichtigkeit vieler Menschen.

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