Der Fitnessberater:
Richtiges und gesundheitsorientiertes Fitness-Training

Fitness: Viel mehr als nur Gewichte stemmen

René Gräber

Fitness wird in allen Bereichen des Lebens verwendet: im Berufalltag soll man "fit" sein, im Supermarkt prangt die Werbung für das neue "Fitness-Müsli" und wenn wir auf der Treppe aus der Puste sind - wissen viele: "Meine Fitness war auch schon mal besser."

Viele verbinden mit Fitness aber auch Gewichte heben und Kraftprotze in Fitnessstudios. Fitness aber ist weit mehr als Muskelprotze, Gewichte und Kraft.

Was soll Fitness also sein?

Wikipedia beglückt uns mit folgender Definition:

Unter Fitness wird im Allgemeinen körperliches und oft auch geistiges Wohlbefinden verstanden. Fitness drückt das Vermögen aus, im Alltag leistungsfähig zu sein und Belastungen eher standzuhalten. Der Begriff ist insofern ungenau, als er als Modebegriff nicht klar definierbar ist und von verschiedenen Personen und Interessengruppen unterschiedlich interpretiert wird. (Wikipedia - Fitness, Stand April 2016)

Schön. Das ist doch sehr nett definiert. Es geht also um das Wohlbefinden. Da denken sicher einige von Ihnen: auf dem Sofa liegen, Fernsehen schauen und ein Bier trinken. Es ist also höchste Zeit alte Vorurteile über Bord zu werfen, denn die allgemein verbreitete "Trägheit", könnte zum vorzeitigen Ableben führen.

Dagegen könnte regelmäßiges Fitnesstraining nicht nur zu mehr Vitalität verhelfen, sondern auch noch Milliarden im Gesundheitswesen sparen.

Soweit so gut.

Wenn ich mir aber einige verbissene Protagonisten im Freizeitsport ansehe, dann denke auch ich manchmal, es wäre besser, diese sollten sich die Hälfte aller Trainingseinheiten verkneifen und sich lieber auf´s Sofa legen.

Nach dieser kleinen Einleitung weiter mit der Frage:

Was Sie von mir als "Fitnessberater" erwarten können...

Auf dieser Webseite geht es vor allem um richtiges und gesundes Fitnesstraining, sowie um Themen, die damit verbunden sind:

Sie finden aber auch Themen, die damit verbunden sind, wie zum Beispiel:

Im Fitnessberater Blog finden Sie darüberhinaus aktuelle Berichte und auch Beiträge zu neuen Fitnesstrends wie zum Beispiel:

Zurück zum Thema Fitness.

Was richtiges Fitnesstraining für Sie bedeutet...

Ein richtiges Fitnesstraining steigert die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit. Richtige Bewegung überlistet das Übergewichts-Gen und verringert auch das Risiko für Krankheiten wie Herzinfarkt, Fettleibigkeit und sogar Krebs. Es gibt mittlerweile mehrere (für mich plausible) Untersuchungen, die nicht nur den gesundheitlichen Effekt des Fitnesstrainings belegen, sondern auch, dass Milliardenbeträge im Gesundheitswesen eingespart werden könnten. Und wer es noch genauer möchte, für den habe ich diese (leicht lesbare) wissenschaftlich aufbereitete Übersicht zu den positiven Effekten eines Fitnesstrainings verfasst.

Wichtig zu wissen: Beim Fitnesstraining geht nicht nur um reines Krafttraining, sondern um eine gleichzeitige und ausgewogene Schulung von Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und Koordination am gesunden Körper. Fitnesstraining grenzt sich somit deutlich vom Leistungssport ab, der dem Erreichen bestimmter sportlicher Ziele und Höchstleistungen dient.

Reha-Massnahmen (wie z.B. Medizinische Trainingstherapie) und Krankengymnastik gehören ebenso nicht zur Fitness, da sie ja gestörte Funktionen des Körpers wieder herstellen sollen. Was aber verstärkt Einzug in die Fitness-Landschaft hält ist das Medizinische Fitnesstraining.

Der "Fitnessboom" in den Achtziger Jahren

Die Fitnessbewegung erreichte Deutschland in den Sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts aus den Vereinigten Staaten. Aus dieser Zeit stammen auch die in Deutschland bekannten Ikonen des Fitness: Neben Arnold Schwarzenegger ist auch Jane Fonda bis heute als Königin des Aerobic bekannt.

In den Achtziger Jahren brach in Deutschland ein regelrechter Fitnessboom aus - dem auch ich in gewisser Weise erlegen bin. Die Anzahl von Fitnessstudios und Fitnesstrainern stieg rapide – und damit übrigens auch die Nachfrage nach einer Ausbildung zum Fitnesstrainer oder zum Personal Training. Mittlerweile gibt es ja auch ein eigenes Berufsausbildungbild: Sport- und Fitnesskaufmann, sowie Sportkaufmann. Und natürlich tauchen auch die ersten "Probleme" auf, wie z.B. die Rentenversicherungspflicht für Fitnesstrainer.

Aber ich schweife schon wieder ab...

Zurück zum Fitnesstraining: Welche Art von Fitnesstraining für wen geeignet ist, kann nicht pauschal gesagt werden. Die Wahl hängt zum Beispiel davon ab, welche Ziele erreicht werden sollen.

Nicht unwichtig ist auch, dass das Training Spaß machen soll!

Nicht jedem liegt Fahrrad fahren oder Aerobic. Fitnesstrainer beraten, helfen bei der Auswahl und stellen einen individuellen Fitness-Trainingsplan zusammen.

Fitness-Trainingsplan? Aber bitte ausgewogen!

Grundsätzlich unterscheiden wir beim Fitnesstraining:

Diese fünf Komponenten nennt man auch die motorischen Grundfähigkeiten. Jede Art des Trainings kann man letztlich eine oder mehrere Grundfähigkeiten zuweisen.

Die Schwerpunkte liegen beim Fitnesstraining oft beim Ausdauertraining und / oder beim Krafttraining - und so sehen es auch die meisten Trainierenden: Kraft und Ausdauer sind besonders wichtig.

Aber: es kommt auf die Ziele des Traininierenden an. Und: auf den derzeitigen Trainingszustand. Und ich kann aus Erfahrung sagen: Alle fünf motorischen Grundfähigkeiten müssen gleich stark ausgeprägt sein um eine optimale Fitness zu erreichen.

Schauen wir uns einmal einzelne Komponenten an:

Ausdauertraining? Bitte vor allem aerob!

Ausdauertraining wirkt sich positiv auf das Herzkreislaufsystem aus und kann, zusammen mit einer richtigen Ernährung, zu einer Gewichtsabnahme führen. Geeignet sind hierfür, wie der Name schon sagt, alle Ausdauersportarten wie etwa Joggen, Radfahren, Schwimmen, Nordic Walken oder Aerobic. Wichtig ist hierbei, mit der Herzfrequenz im aeroben Bereich zu bleiben.

Das bedeutet: die Herzfrequenz bei Belastung sollte 60 bis 75 Prozent der maximalen Frequenz nicht überschreiten. Als Faustformel zur Berechnung der maximalen Herzfrequenz gilt: 220 minus Lebensalter.

Mehr dazu in meinem Artikel: Richtiges Herz-kreislauf-Training

Kraft, Beweglichkeit und Koordination müssen her

Das Kraft- und Beweglichkeitstraining dagegen dient natürlich dem Muskelaufbau und der Steigerung der Kraftfähigkeit. Gerätetraining oder Gymnastik bringen die gewünschte Kraftsteigerung, Dehnen oder Stretching fördet die Beweglichkeit. Ganz neumodisch und der neueste "Hype": Das Faszientraining!

Die vierte Säule des Fitnesstrainings bildet das Koordinationstraining. Ein typisches Beispiel für diese Art von "Koordinationstraining" ist der klassische Sportunterricht an Schulen: Sportspiele sollen hier oft der Verbesserung der Bewegungssteuerung dienen. Aber auch Tanzen oder Kampfsportarten erfüllen diesen Zweck.

Leider ist es aber genau das, auf das das Koordinationstraining reduziert wird. Dabei geht es aber um wesentlich mehr: Das Zusammenspiel zwischen Nervensystem und Muskulatur zu verbessern bringt in allen Sportarten Verbesserungen. Geschult werden sollen zum Beispiel der Gleichgewichts- und der Orientierungssinn oder das Rhythmusgefühl, die Reaktionsschnelle oder die Geschicklichkeit.

Es gibt mittlerweile zahlreiche Ansätze eines spezifischen Koordinationstrainings wie zum Beispiel Life Kinetik. Und dann kommen auch wieder die "alten Übungen" mit Hanteln wie zum Beispiel das Kettlebell Training oder auch das Clubbell Training. Und eine seit einigen Jahren neue Form der "Stimulation": Das Vibrationstraining.

Was ist denn nun eigentlich Fitness?

Tja. Nun habe ich schon eine Menge zu Fitness geschrieben - aber was bedeutet das für jeden einzelnen?

Hierzu habe ich einen Beitrag im Fitness-Blog erstellt, in dem ich Minimalanforderungen definiert habe: Was ist Fitness?

Viel Spaß beim Fit-werden!

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