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Häufig stellt sich für Menschen, die mit einem regelmäßigen Fitness-Training beginnen wollen, die Frage, wie anstrengend oder intensiv so ein Fitnesstraining überhaupt sein sollte. Ob im Fitnessstudio oder auf der Aschenbahn: man ist entweder (zu) hoch motiviert und mutet seinem Körper zu viel zu, oder es kostet viel Überwindung, um überhaupt regelmäßig zu trainieren.

Der zweite Fall kann dazu führen, dass das Training zu leicht ausfällt und keinen wirklichen Erfolg bringt. Daher ist eine vernünftige Trainingsplanung vonnöten, um eine grundsätzliche Fitness aufzubauen.

Grundsätzlich lässt sich eine grobe Einteilung in drei Intensitätsstufen treffen, die nachfolgend genauer erläutert werden:

  • Ein „leichtes Training“ lässt sich daran erkennen, dass während des Trainings noch das Sprechen ganzer Sätze möglich ist. Diese Art von Training sollte vor allem als Ausgleich zum harten Training eingesetzt werden.
  • Ein „moderates Training“ kann man daran erkennen, dass während des Trainings nur noch das Sprechen einzelner Worte möglich ist. Ein Training dieser Art sollte maximal alle zwei Tage durchgeführt werden.
  • Ein „hartes Training“ lässt kein Sprechen mehr während des Trainings zu. Diese Trainingseinheit sollte höchstens alle drei Tage durchgeführt werden und durch zwei Einheiten des leichten Trainings dazwischen ausgeglichen werden.

Es gibt sechs wichtige Punkte, die man auf jeden Fall beachten sollte um die richtige Intensität des Trainings zu definieren:

1. Man sollte sich schnell vom Training erholen.
Schnelle Erholung bedeutet in dem Zusammenhang, dass man sich eine halbe Stunde nach dem Training wieder normal fühlen sollte, speziell die Atmung ist hier ein guter Indikator. Sollte die Erholung länger dauern, war das Training wahrscheinlich zu hart und man sollte einige Tage danach ein leichtes Training wählen.

2. Man sollte sich am Ende des Trainings besser fühlen als am Anfang.
Erfolgreiche Trainingseinheiten machen sich dadurch bemerkbar, dass sie ein positives Gefühl erzeugen und dafür sorgen, dass man sich nach dem Training wohler fühlt, dies hilft vor allem dabei ein regelmäßiges Training aufrechtzuerhalten und die Motivation zu bewahren.

3. Ein leichter Muskelkater ist in Ausnahmefällen in Ordnung.
Dieser Zustand sollte allerdings nicht zur Regel werden. Gerade wenn man mit regelmäßigem Fitness-Training beginnt, oder man das Training durch neue Übungen erweitert, kann ein Muskelkater vorkommen. Wenn es dazu kommt, sollte man dem Körper ein bis zwei leichte Trainingstage gönnen, damit die Muskeln sich erholen können.

4. Die Pulsfrequenz sollte sich beim Training erhöhen.
Ein guter Indikator für das richtige Training ist ein gleichmäßiger Anstieg der Pulsfrequenz zu Beginn des Trainings. Falls es nicht zum Anstieg kommt, sollte ein paar Tage ausgesetzt werden, da sich hier zu häufiges, bzw. zu intensives Training zeigt.

5. Die Pulsfrequenz sollte sofort nach dem Training sinken.
Im Idealfall sollte die Pulsfrequenz im Zeitraum von fünf Minuten nach Trainingsende wieder knapp über dem Ruhepuls liegen, dies tritt aber erst nach einiger Zeit des regelmäßigen Trainings ein. Wenig später sollte der Puls wieder bei der Ruhepulsfrequenz angelangt sein.

6. Das Schwitzen sollte kurz nach dem Training aufhören.
Die Schweißproduktion sollte nach kurzer Zeit aufhören, bzw. auf ein Ruhemaß zurückgegangen sein. In diesem Fall ist das Training richtig dosiert. Sollte das Schwitzen bis 20 oder sogar 30 Minuten nach dem Training anhalten, sollte man ein paar Tage ein „leichteres Training“ absolvieren.

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Antara nennt sich ein neuartiges Fitness Training, welches speziell die Problemzonen Bauch, Beine und Po vieler Frauen verbessern soll. Die Übungen erinnern an Yoga und Pilates, verfolgen jedoch keine spirituellen oder esoterischen Hintergrund. Es gibt nur eine bestimmte Anzahl an Übungen, welche stetig wiederholt werden. Die Körperhaltungen werden langsam ausgeführt und sehen zunächst nicht anstrengend aus.

Die Fitness Trainerin Katrin Albrecht aus der Schweiz hat Antara entwickelt. Mit den Übungen wollte sie vor allem die Körperhaltung der Übenden verbessern. Denn mit Antara wird nicht nur ein flacher Bauch erzielt, sondern auch ein kräftiger Rücken. Die Muskulatur wird bei allen Übungen von innen heraus gestärkt. Dadurch kann sich die Figur vom Körperzentrum nach außen verbessern und gleichzeitig für einen festeren Stand sorgen. Der Beckenboden oder die quergestreifte Bauchmuskulatur werden beispielsweise trainiert und sollen so eine schöne Silhouette formen.

Diese harmonischen Bewegungen basieren auf Erfahrungen und moderner Kombination von Körperübungen. Aus diesem Grund ist Antara auch so wirksam und dennoch sanft in der Durchführung. Durch die ständigen Wiederholungen der Übungen steigert sich das Trainingsniveau. Verschiedene Kombinationen sorgen für Abwechslung und erhöhen den Anspruch.

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Wer regelmäßig ins Fitnesscenter ging, um seine Muskeln zu trainieren, dem konnte es vor Jahren durchaus passieren, dass er von weniger sportlichen Bekannten belächelt wurde. „Viel Muskeln – wenig Hirn“ lautete ein beliebtes Vorurteil, das Bewegungsmuffeln wohl eher als Ausrede für die eigene Bequemlichkeit dienen sollte.

Muskelprotze wirkten abschreckend durch ihr Machogehabe. Gewichte zu stemmen, das war etwas für Leistungssportler und natürlich auch für Gewichtheber. Mittlerweile ist erwiesen, dass regelmäßiges Muskeltraining auch geistig fit und hält. Schon ist „Von der Renaissance des Krafttrainings“ die Rede und das einstmals in Verruf geratene Trainieren mit Gewichten wird sogar im Rahmen von Rehamaßnahmen (Medizinische Trainingstherapie) empfohlen.

Krafttraining eignet sich auch für kranke und ältere Menschen

Selbst Herzkranke dürfen und sollen nach ärztlicher Anweisung und unter physiotherapeutischer Anleitung ein leichtes Krafttraining absolvieren. Ältere Menschen, die sich guter Gesundheit erfreuen, dürfen gerne noch mehr tun für ihre körperliche Fitness.

Mehrere Forschungsreihen belegten, dass die Gehirnleistung sportlich aktiver 70jähriger eher der von 30jährigen ähnelt, als den Werten von untrainierten Gleichaltrigen. Ursache dafür dürfte ein Neurotrophin namens BDNF sein, welches anregend auf das Wachstum der Nervenzellen wirkt.

Lange Zeit nahmen die Wissenschaftler an, dieser Botenstoff würde nur vom Gehirn selbst produziert. Heute weiß man, dass auch kontraktierendes Muskelgewebe diese Substanz ausschüttet, die das Denkvermögen erhöhen und vor Alzheimer schützen soll.

Das Center for Health Studies in Seattle führte eine Langzeitstudie mit 1740 Senioren durch. Bei der Gruppe, die dreimal die Woche für 15 Minuten trainierte, war das Risiko an Demenz zu erkranken um 30-40 % gesenkt gegenüber der inaktiven Kontrollgruppe.

Regelmäßiges Muskeltraining schützt vor Diabetes und Übergewicht

Bengt Saltin ist Leiter am Muskelforschungszentrum in Kopenhagen. Sein Institut ist führend in Europa. Er und seine Mitarbeiter lassen die Probanden Krafttraining machen oder Radfahren. Unterdessen zapfen sie Blut ab und entnehmen Gewebeproben. Ein 50-köpfiges Forscherteam versucht dadurch die Geheimnisse der Muskulatur zu ergründen. Medizinerin Bente Karlund Petersen betont, dass bestimmte, lokal wirkende Botenstoffe der Schlüssel zur Bekämpfung zahlreicher Krankheiten sind.

Durch regelmäßige und intensive Bewegung werden Interleukine und über 50 weitere Substanzen ausgeschüttet, die den Stoffwechsel anregen, Übergewicht abbauen, das Immunsystem stärken und damit Erkrankungen vorbeugen. Das Peptidhormon Interleukin 6 regt nicht nur den Fettabbau an, sondern wirkt entzündungshemmend, in dem es die Kommunikation zwischen Leukotyten und Makrophagen steuert. Außerdem verbessert es die Aufnahme des Blutzuckers in den Muskelfasern, was dem Entstehen von Diabetes entgegenwirkt.

Molekularbiologe Kenneth Walsh betreibt Stoffwechselforschung an der Universität von Boston. Er nennt als Grund für Übergewicht den zunehmenden Bewegungsmangel im mittleren Lebensalter. Pro Jahrzehnt verliert ein Untrainierter ab dem dreißigsten Lebensjahr durchschnittlich 3 Kilogramm an Muskelmasse. Doch Muskelfasern haben einen hohen Energieumsatz. Fehlen sie, so setzt man bei gleichbleibender Ernährung Fett an.

Eine Studienreihe am Kopenhagener Forschungszentrum stützt diese These. Man begrenzte die körperliche Aktivität einer Gruppe von Studenten auf ein Mindestmaß. Nach nur zwei Wochen hatten die Probanden im Schnitt 1,2 Kilogramm an Muskelmasse abgenommen. Zugleich sammelten sich Fettablagerungen im Bauchbereich. Blutzuckertests zeigten, dass die Zellen schlechter auf Insulin reagierten. „Zuckerkrankheit beginnt im Muskel“ bringt Jürgen Steinacker von der Universität Ulm es auf den Punkt.

Fitnesstraining senkt den Blutdruck und hält jung

Der Kieler Sportmediziner Burkhard Weisser betont den Zusammenhang von Bewegungsmangel und Bluthochdruck. Die Forschungsergebnisse zeigten, dass bei leichter Hypertonie schon sechs bis zwölf Wochen Training die Gabe von blutdrucksenkenden Medikamenten ersetzen können. Ursache ist die Entstehung neuer Gefäße im Muskel. Das und die Erweiterung der „alten“ Blutgefäße lassen das Blut besser zirkulieren. Wer als eingefleischter Bewegungsmuffel noch einen weiteren Grund braucht, um das Sofa zu verlassen, den könnten die Forschungsergebnisse von Weissers dänischem Kollegen Michael Kjaer überzeugen. Muskeltraining stärkt die Knochen und lindert Gelenkbeschwerden. Und es wirkt wie ein Jungbrunnen. Durch die Bewegung wird Kollagen ausgeschüttet, das Bindegewebe und Haut strafft. Zudem wirkt regelmäßiges Krafttraining stimmungsaufhellend.

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In den USA ist bekanntlich alles vieles „größer“. Das trifft insbesondere auch auf den Bauchumfang und das Körpergewicht vieler Amerikaner zu. Übergewicht als Grundlage für Bluthochdruck und Diabetes sind das zentrale Gesundheitsproblem in den Staaten. Und es ist ebenso offensichtlich, dass die therapeutischen Bemühungen in den letzten 30 bis 40 Jahren so ziemlich fruchtlos geblieben sind: Übergewicht, Hochdruck, Diabetes mit steil steigender Tendenz. Ein Grund dafür mag darin liegen, dass die meisten, wenn nicht alle Abnehm-Programme ebenso fruchtlos sind.

Dies ließ ein paar Wissenschaftler der University of Missouri auf eine originelle Studienidee kommen: Sie verglichen in ihrer Studie anstatt neuer gewinnträchtiger Abnehm-Medikamente einfach mal zwei bekannte „Abspeck-Maßnahmen“ und deren Effizienz. Hierzu wurden 43 übergewichtige Frauen für einen Zeitraum von 12 Wochen in zwei Gruppen aufgeteilt.

Die erste Gruppe musste intensiv in einem Fitness-Center trainieren, die zweite Gruppe beteiligte sich an Ernährungskursen der Weight Watcher unter strenger Beachtung von kalorienarmen Essen.

Resultat: Unentschieden, denn keine der beiden Maßnahmen konnte mit eindeutigen Vorzügen glänzen. Vor- und Nachteile hielten sich bei beiden die Waage. Für die Wissenschaftler bedeutete dies, eine Kombination der Vorzüge beider Maßnahmen zu propagieren.

Wer kann welche Vorzüge anpreisen?

Neben der einfachen Gewichtsmessung führten die Wissenschaftler noch eine computertomographische Fett- und Muskelmassenbestimmung durch. Diese Untersuchung gab mehr Aufschluss über das, was in den unterschiedlichen Maßnahmen physiologisch abgelaufen ist:

Bei den Weight Watchers verloren die Teilnehmer durchschnittlich 4,5 kg an Gewicht, was aber auf einer Reduktion von Muskelmasse und weniger von Fettmasse beruhte. Die Fettpolster im Bauchbereich blieben praktisch unberührt. Und diese gelten inzwischen als die eigentlichen Übeltäter für spätere Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Als positives Element im Weight Watcher Programm muss man die Motivation durch die Gruppendynamik hervorheben. Die Kooperation und Compliance war deutlich besser als in der Fitness-Gruppe.
Die Fitness-Frauen dagegen hatten nach dreimonatigem Training praktisch keinen Gewichtsverlust zu verzeichnen. Diese „Stagnation“ war aber nur vordergründig, denn die Computertomographie enthüllte, dass hier Fett in Muskelmasse umgewandelt worden war. Dies traf auch für den Bauchbereich zu, die Fettverbrennung wurde also angekurbelt. Hier ist also eine Veränderung eingetreten, die gesundheitsphysiologisch als besonders positiv einzuordnen ist.

Leider war, wie oben schon angerissen, die Compliance deutlich schlechter als in der Weight Watcher Gruppe. Man weiß allerdings aus früheren Studien schon, dass Fitnesstraining leider oft nach nur 6 Wochen an den Nagel gehängt wird.

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Der aus Kolumbien stammende Fitnesstrainer und Choreograf Alberto Perez hat Mitte der 90. Jahre die Workoutmethode Zumba Fitness entwickelt. Frei aus dem Spanischen übersetzt bedeutet Zumba „Spaß haben und sich schnell bewegen“.

Bei der Entwicklung des Workouts griff der als Beto bekannt gewordene Star-Choreograf Perez auf Musikrhythmen zurück, mit denen er in seiner Heimat aufgewachsen ist. Diese Salsa-, Menrengue-, Samba- und Cumbiarhythmen kombinierte Beto mit Tanzchoreografien, die sich bereits bei seinen internationalen Kunden bewährt hatten. Diese Kombination aus lateinamerikanischen Rhythmen und Tanz erhielt in den Vereinigten Staaten von Amerika seit der Einführung im Jahr 1999 schnell Kultstatus.

Die lateinamerikanische Musik wirkt mitreißend und die Tanzschritte beim Zumba Fitness sind leicht zu erlernen, sodass sich dieses Workout für Interessierte jeden Alters eignet.

Der Spaß und die Freunde an exotischer Musik stehen bei diesem Workout ganz klar im Vordergrund. Es bedarf hierfür keinerlei Tanzerfahrung…

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Beitragsbild: pixabay.com – voltamax

Astronauten kämpfen im Weltraum nicht nur mit Muskelschwund, der auf den mangelnden Bewegungswiderstand und Bewegungsmangel zurückzuführen ist. Vielmehr resultiert die erzwungene Passivität häufig auch in Depressionen und einer Lustlosigkeit, die sich negativ auf die Arbeitsfähigkeit der Crews niederschlägt. Mit dieser Problematik beschäftigen sich seit einiger Zeit Forscher der Bielefelder Hochschule.

Das dreijährige Projekt, welches zudem von über 2 Millionen € Fördergelder seitens  dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) zehren kann, präsentierte nun eine revolutionäre Erfindung: Roboter als Fitnesstrainer für die Astronauten.

Die Besonderheit dieser Maschinen soll in der hohen Adaptionsfähigkeit liegen. So passen sich die Roboter flexibel der Gemütslage des Astronauten an, um mit ihm daraufhin angepasste Trainingsprogramme zu absolvieren. Die Bielefelder setzen dabei auf eine menschenähnliche Aufmachung für die Roboter, deren Design unter dem Namen „FloBi“ läuft. So sollen sich die Astronauten besser mit der Maschine identifizieren können, auf dass verbesserte Auswirkungen auf die Leistungsparameter und Stimmungslage der Crew erzielt werden. Ob sich dieses System bewährt, wird derzeit in einer Isolationsstudie der DLR geprüft.

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Laut Studie in der Archives of Internal Medicine ist das Fitness- und Krafttraining für Senioren nicht nur gut, um die Muskulatur zu stärken. Es bewirkt auch eine Verbesserung der kognitiven Fähigkeiten, wenn es für ein oder zwei Stunden in der Woche durchgeführt wird.

Der Zusammenhang von geistiger Agilität und körperlicher Gesundheit („in einem gesunden Körper wohnt ein gesunder Geist“) ist inzwischen durch eine Reihe von epidemiologischen Studien bestätigt worden. Der Nachteil dieser Studien jedoch ist, dass es sich hier fast ausschließlich um Fall-Kontroll- oder Beobachtungsstudien handelt. Diese lassen nicht eindeutig erkennen, ob der Sport die kognitiven Fähigkeiten fördert oder ob die mentale Verfassung primär Einfluss nimmt auf die körperliche Verfassung. Im Rahmen einer randomisierten Studie lassen sich solche Fragen am besten beantworten.

Teresa Liu-Ambrose und Mitarbeiter vom Vancouver Coastal Health Research Institute führten eine solche randomisierte Studie an 106 Frauen durch, die alle zuhause lebten und sich im einem Alter von 65 bis 75 Jahren befanden. Diese Damen absolvierten ein- oder zweimal in der Woche ein Hantel- und Kraftmaschinentraining. Als Kontrollgruppe diente eine 49 Mitglieder starke Gruppe gleichaltriger Frauen, die zweimal in der Woche ein Balancetraining absolvierten. Die Ergebnisse zeigten, dass ein Muskeltraining, mindestens zwei mal in der Woche, nicht nur die Muskelkraft erhielt, sondern dass auch eine Reihe durchgeführter kognitiver Tests besser gelöst wurden. Die sportlichen Betätigungen müssen allerdings so gestaltet sein, dass sie die physiologischen Möglichkeiten der Teilnehmer nicht überfordern. Eine dementsprechende Empfehlungen geben die US Physical Activity Guidelines.

Zwei weitere Beobachtungsstudien wurden in den Archives veröffentlicht. Qi Sun und Mitarbeiter der Harvard School of Public Health analysierten die Nurses´Health Studie. Sie zeigten, dass Krankenschwestern mit körperlicher Aktivität in deren mittleren Lebensalter im höheren Alter, von 70 Jahren aufwärts, weniger anfällig waren für chronische Erkrankungen.

Die “Intervention Project on Cerebrovascular Diseases and Dementia in the Community of Ebersberg” oder INVADE-Studie war eine Studie, die alle AOK-Mitglieder in einem Alter von 55 Jahren und älter aus einer bayrischen Gemeinde über den Zeitraum von 2 Jahren monitorte. Deren Ergebnis zeigte ebenfalls einen positiven Effekt von körperlichen Aktivitäten auf die kognitiven Fähigkeiten. Sie belegte, dass mäßige und starke körperliche Aktivität assoziiert war mit einer Reduktion von kognitiven Störungen von 43 bzw. 46 Prozent, so die Aussagen von Thorleif Etgen von der Technischen Universität München.

Eine weitere randomisierte Studie untersuchte 123 Seniorinnen der Siemens-Betriebskrankenkasse über einen Zeitraum von 18 Monaten. In diesem Zeitraum wurde viermal pro Woche ein intensives Training abgehalten. Dem gegenüber stand eine Kontrollgruppe mit 113 Seniorinnen, die ein vergleichbar anspruchsloses Wellness-Training durchführten. Beim Vergleich der Knochendichte schnitten die intensiv trainierenden Damen deutlich besser ab. Darüber hinaus konnte auch gezeigt werden, dass die Mitglieder dieser Gruppe seltener stürzen und zu guter Letzt die Gesundheitskosten um ca. 500 Euro günstiger ausfielen. Diese Studie wurde durchgeführt von Wolfgang Kemmler und seinen Mitarbeitern als SEFIP-Studie in der Universität Erlangen.

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Einer Studie der Universität Wuppertal zufolge können im deutschen Gesundheitssystem 16 Milliarden Euro gespart werden, wenn jeder Deutsche ein regelmäßiges Fitnesstraining absolvieren würde.

Zu diesem Schluss kam Prof. Dr. Theodor Stemper, der Autor des Gutachtens und Leiter des Arbeitskreises Gesundheit beim Deutschen Industrieverband für Fitness und Gesundheit. Eigens für die bevorstehende Fitness-Messe Fibo wurden die Untersuchungen durchgeführt.

Stemper beschreibt den Nutzen eines Fitnesstrainings als „immens“ für den Staat. Insbesondere werden die Krankenkassen entlastet. Die Arztrechnungen werden geringer, weniger Arzneimittel beansprucht und Krankenhausaufenthalte werden kürzer. All dies führt zu Kostensenkungen. Neben den Einsparungen im Gesundheitswesen könnten gleichermaßen die durch Krankheiten verursachten Arbeitsfehltage und die Zahl frühzeitiger Berentungen gesenkt werden.

Trotz der guten Aussichten besteht in Deutschland derzeit eher eine negative Bilanz: Immerhin 75 Prozent der Bevölkerung treiben nicht regelmäßig Sport. Viele Menschen bewegen sich schon im Alltag zu wenig. Berufstätigkeiten am Schreibtisch und die Nutzung neuer Medien leisten diesbezüglich ihren Beitrag. Dazu gesellt sich der demographische Trend: Die Lebenserwartung steigt und die Menschen werden immer älter. Dies ist zunächst keine schlechte Entwicklung. Viele Deutsche können einen Großteil ihres Lebens in guter Gesundheit verbringen.

Zugleich leiden viele ältere Menschen jedoch an chronischen Krankheiten und werden somit pflegebedürftig. Gerade in den älteren Bevölkerungsgruppen werden zahlreiche Erkrankungen durch einen Bewegungsmangel hervorgerufen – so auch der altersbedingte Muskelabbau. Hier gilt es laut Stemper, einer Zunahme an Pflegefällen durch regelmäßige Bewegung entgegenzuwirken. Denn Kraft und Ausdauertraining im Alter sind inzwischen keine Seltenheit mehr.

Zwar betreibt ein Großteil der Bevölkerung keinen Sport, allerdings nimmt die Beliebtheit des Fitnesstrainings kontinuierlich zu. Dies lässt sich anhand der Mitgliederzahlen in deutschen Fitnessstudios erkennen. Im Jahr 2009 waren dies etwa sieben Millionen, was einem Zuwachs von 20 Prozent zum Vorjahr entspricht. In diesem Zusammenhang wurde eine andere Entwicklung festgestellt: Erstmals fanden sich 2009 mehr Mitglieder in Fitnessstudios als in deutschen Fußballklubs. In diesen trainierten regelmäßig 6,7 Millionen Sportler.

Gewiss sind die Einsparungspotentiale durch mehr Bewegung vorhanden. Doch Prof. Stemper nennt in seinem Gutachten eine Vielzahl von Vorteilen, die ein regelmäßiges Krafttraining im Fitnessstudio mit sich bringen kann. Krafttraining fördert die Gesunderhaltung des Bewegungs- und Halteapparats. Es stärkt die Bänder, Sehnen und Knochen, schützt die Gelenke und eignet sich zur Therapie und Vorbeugung von Osteoporose.

Darüber hinaus wird die Stoffwechselfunktion der Muskelzellen verbessert und ein Kraftausdauertraining ermöglicht den Abbau von Körperfett. Schließlich kann Krafttraining das Risiko für zahlreiche Volksleiden reduzieren. Dazu zählen maßgeblich Diabetes, Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall. Selbst auf die Funktion des Gehirns und das psychische Wohlbefinden hat es einen positiven Effekt.

Letztlich muss sich jeder Mensch jedoch selbst zu einem Fitnesstraining motivieren. Wichtig ist, sich selbst gut erreichbare Fitnessziele zu definieren und eine vernünftige Trainingsplanung vorzunehmen. Stemper schreibt in seinem Gutachten, dass bereits je eine halbe Stunde an mindestens fünf Tagen der Woche ausreichen, um den Körper gesund zu erhalten. Es bedarf demzufolge nicht viel Aufwand, um seiner Gesundheit und dem Staat große Vorteile zu verschaffen.

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